
Wie eng eine rechtzeitige Studienorientierung und Chancengleichheit im Bildungssystem zusammenhängen, zeigen die Initiativpartner des STUDIENKOMPASS - die Accenture Stiftung, die Deutsche Bank Stiftung und die Stiftung der Deutschen Wirtschaft - gemeinsam mit der Vodafone Stiftung in einem neuen Essayband, der am 28. November im Rahmen eines Parlamentarischen Abends in Berlin vorgestellt wurde.
Zahlreiche namhafte Persönlichkeiten aus Schule, Hochschule, Wissenschaft und Wirtschaft setzen sich in der neuen Publikation „Bildungsgerechtigkeit ermöglichen! Argumente für eine rechtzeitige Studienorientierung von Jugendlichen“ mit wichtigen Aspekten der Studien- und Berufswegeplanung junger Menschen auseinander. Sie zeigen auf, dass eine frühzeitige Studienorientierung ein wichtiges Instrument für mehr Bildungsgerechtigkeit am Übergang Schule-Hochschule ist.
Auf dem Parlamentarischen Abend diskutierten die Herausgeber und Autoren der Publikation mit Bildungspolitikern aus der Bundes- und Landespolitik sowie zahlreichen Entscheidern aus Ministerien und Schulverwaltungen, welche Chancen eine rechtzeitige Studien- und Berufsorientierung jungen Menschen bietet. Sie eröffnet nicht nur individuelle Chancen für Abiturientinnen und Abiturienten, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag für mehr hochqualifizierte Nachwuchskräfte in Deutschland.
Mehr Zeit für Reflexion – schon während der Schulzeit!
In einer Podiumsdiskussion mit Stiftungsvertretern und Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis wurde eines nochmals deutlich: Viele Abiturienten sind unsicher und fühlen sich bei der Entscheidung für ein Studium nicht ausreichend beraten. Tu-Queen Ly, Lehramtsstudentin im ersten Semester und Teilnehmerin des STUDIENKOMPASS, trifft auch an der Uni noch auf Kommilitonen, die unzufrieden sind und nicht wussten, was sie im Studium erwartet - auch ein Grund für die hohe Studienabbrecherquote in Deutschland. Tu-Queen Ly haben beim STUDIENKOMPASS besonders die umfangreichen Workshops zur Selbsteinschätzung und die eigene Stärken- und Schwächenanalyse geholfen. In der Schule bliebe wenig Zeit, die persönlichen Fähigkeiten und Ansprüche an ein Studium zu reflektieren.
Fünf Empfehlungen für mehr Bildungsgerechtigkeit!
Dr. Arndt Schnöring, Generalsekretär der Stiftung der Deutschen Wirtschaft, stellte dem Publikum fünf Empfehlungen vor, die gemeinsam von den am Essayband beteiligten Stiftungen formuliert wurden. Dazu gehören vor allem eine bessere Ausstattung von Schulen und gute Angebote in der Aus- und Weiterbildung von Lehrerinnen und Lehrern im Bereich der Studien- und Berufsorientierung. Nur mit dem entsprechenden Fach- und Methodenwissen können Lehrkräfte ihre Schülerinnen und Schüler bestmöglich beim Übergang von der Schule in ein Studium unterstützen. Darüber hinaus ist es wichtig, angehende Studierende schon während der Schulzeit über die Chancen eines Studiums und die Möglichkeiten der Studienfinanzierung zu informieren.
Über die Publikation
In dem Essayband „Bildungsgerechtigkeit ermöglichen! Argumente für eine rechtzeitige
Studienorientierung von Jugendlichen“ betrachten Autorinnen und Autoren aus den Bereichen Schule und Hochschule, Wissenschaft und Wirtschaft wichtige Aspekte der Studien- und Berufswegeplanung junger Menschen. Schul- und Hochschulvertreter, Entwicklungspsychologen und Bildungsökonomen kommen ebenso zu Wort wie Vertreter aus wirtschaftsnahen Stiftungen und Verbänden. So unterschiedlich die Disziplinen und Perspektiven der Beitragenden, so gleichmütig sind sie in ihrem Urteil: Sie zeigen auf, dass eine frühzeitige Studienorientierung mehr Bildungsgerechtigkeit am Übergang Schule-Hochschule bewirkt. Zugleich leistet sie einen Beitrag für mehr hoch qualifizierte Nachwuchskräfte in Deutschland – und eröffnet beste individuelle Chancen durch ein Studium.
Herausgeber des Essaybandes sind die Initiatoren des STUDIENKOMPASS - die Accenture-Stiftung, die Deutsche Bank Stiftung und die Stiftung der Deutschen Wirtschaft - sowie die Vodafone Stiftung Deutschland.
Für Rückfragen zur Publikation wenden Sie sich bitte an:
Christian Arndt und Meike Ullrich, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit STUDIENKOMPASS,
Stiftung der Deutschen Wirtschaft e. V., Breite Straße 29, 10178 Berlin
Tel.: 030 278906-78, Fax: 030 278906-33, E-Mail: c.arndt(at)sdw.org; m.ullrich(at)sdw.org