
Bei der Studien- und Berufsorientierung geht es vor allem darum, sich gezielt Informationen zu beschaffen und diese gründlich zu reflektieren. Denn die Entscheidung über den persönlichen Weg nach dem Abitur sollte nicht aus dem Bauch heraus getroffen, sondern gut vorbereitet sein. Für eine systematische Informationssuche gibt es verschiedene Vorgehensweisen, die die STUDIENKOMPASS-Teilnehmer aus Frankfurt (Oder) kürzlich im Workshop „Infoscout“ kennen lernten.
In der bisherigen Arbeit im STUDIENKOMPASS sammelten die Schüler erste Ideen für ein mögliches Studienfach und ihre berufliche Zukunft. Im „Infoscout“ erfuhren sie, wie sie diese nun näher erforschen können. Für die Teilnehmer war es eine besonders spannende Erfahrung, sich im eigenen Umfeld einmal genau umzusehen. Vielfach fanden sich bereits zahlreiche interessante Kontakte, die die Schüler bei ihrer Studien- und Berufsorientierung um Unterstützung bitten können. Rebecca Rinkau vom Karl-Liebknecht-Gymnasium war beeindruckt, welch großes Netzwerk in der Frankfurter Gruppe bereits existiert: „Es war sehr informativ, als wir uns gegenseitig unsere Kontakte vorgestellt haben. Jetzt können wir alle von den vielen Ansprechpartnern profitieren, die die anderen mit in die Gruppenarbeit einbringen.“

Carolin Gaertner vom Rouanet-Gymnasium Beeskow hat nach dem Workshop schon eine konkrete Veranstaltungsidee im Kopf: „Ich persönlich interessiere mich zum Beispiel für ein Lehramtsstudium, wusste aber vor diesem Wochenende nicht, wie ich jetzt weitermachen soll. Es gibt ja noch so viele Fragen zu klären. Der Workshop hat mich inspiriert, gemeinsam mit den anderen eine Exkursion zur Humboldt-Universität in Berlin zu organisieren. Im Gespräch mit Studierenden möchte ich dort erfahren, wie ihnen das Studium gefällt und was mich dabei konkret erwarten würde.“
Nicht nur Carolin hat seit dem „Infoscout“ eine klare Vorstellung davon, welcher Schritt in ihrer Studien- und Berufsorientierung als nächstes folgt. In den kommenden Wochen und Monaten werden die Frankfurter Schüler in Kleingruppen zahlreiche Exkursionen zu Hochschulen oder potentiellen späteren Arbeitgebern, Expertengespräche mit Studierenden, Lehrkräften und Berufstätigen und viele weitere Veranstaltungen organisieren, um ihre Studienentscheidung Schritt für Schritt reifen zu lassen.