
Laut Angaben des Deutschen Studentenwerks betragen die durchschnittlichen Ausgaben eines Studierenden ca. 740 Euro im Monat. Wie lässt sich diese Summe aufbringen, ohne dass die Leistung in der Hochschule darunter leidet? Welche Optionen gibt es für Familien, die nicht in der Lage sind, monatlich so viel Geld bereitzustellen? Und welche Chancen bieten Stipendien?
35 Berliner Schülerinnen und Schüler, die seit 2009 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des gemeinnützigen Förderprogramms STUDIENKOMPASS sind, wollten es genau wissen und veranstalteten deshalb einen Informationsabend zu den Möglichkeiten der Studienfinanzierung. Weil das Thema die ganze Familie angeht, luden sie hierzu nicht nur angehende Abiturienten, sondern auch Eltern ein.

Zum Auftakt der Veranstaltung informierte Christian Gröger, Leiter des Berliner BAföG-Amts über die Kosten, die auf die Studierenden zukommen. Auch auf die Studienfinanzierung durch BAföG ging er in seinem Vortrag intensiv ein. Anschließend erläuterten Stipendiaten verschiedener Förderwerke, welche Stipendien es gibt und welche Voraussetzungen für die unterschiedlichen Programme gelten. Zu den Vortragenden gehörten Stipendiaten der Stiftung der Deutschen Wirtschaft, der Heinrich-Böll-Stiftung, der Konrad-Adenauer-Stiftung, der Rosa-Luxemburg-Stiftung und der Studienstiftung des deutschen Volkes.
„Ich finde es gut, dass der STUDIENKOMPASS seine Teilnehmer frühzeitig mit dem Thema Studienfinanzierung vertraut macht und auch uns Eltern eingeladen hat“, sagt Galina Soukoian. „Es war sehr aufschlussreich zu erfahren, wie das BAföG berechnet wird und wie man an ein Stipendium gelangen kann.“

Saskia Wittmer-Gerber, stellvertretende STUDIENKOMPASS-Programmleiterin und verantwortlich für den Standort Berlin, hat die Teilnehmer im Vorfeld der Veranstaltung animiert, auch ihre Eltern zu dem Infoabend einzuladen. Aus der Arbeit mit über 1.000 jungen Menschen weiß sie, dass das Thema Studienfinanzierung in den Familien sehr emotional behandelt wird. „Alle Eltern wollen ihrem Kind die besten Chancen ermöglichen, aber viele befürchten, nicht über die nötigen finanziellen Mittel zu verfügen. Mit Informationsveranstaltungen wie der heutigen möchten wir ein klares Signal in Richtung Schüler und Eltern setzen: Kein Abiturient sollte sich aufgrund von finanziellen Bedenken die Chance auf ein Studium entgehen lassen, denn für jeden gibt es einen passenden Weg zur Studienfinanzierung.“