Tokio, New York, Paris. In den meisten Metropolen ist Nicole Wronski schon gewesen und zwar nicht (nur) zum Vergnügen, denn seit ihrem 15. Lebensjahr arbeitet die gebürtige Hamburgerin als Model. Mit ein paar Schnappschüssen bewarb sie sich damals auf eigene Faust bei der bekannten Agentur Mega Models und wurde prompt eingeladen.
Mittlerweile ist die heute 20-jährige nicht nur in der Welt herumgekommen, sondern als Model auch sehr erfolgreich und hatte bereits die Gelegenheit, mit bekannten und renommierten Fotografen zu arbeiten. Ganz besonders stolz ist sie auf ihre Arbeit mit der Fotografin Ellen von Unwerth für das Magazin „Vogue“.
Doch allein auf ihre Karriere als Model verlässt Nicole Wronski sich trotz aller Erfolge nicht. Schon als Schülerin am Gymnasium Kirchdorf-Wilhelmsburg bewarb sie sich für das Förderprogramm STUDIENKOMPASS – und wurde als eine der ersten Teilnehmer 2007 aufgenommen. Was der STUDIENKOMPASS ihr gebracht hat und wie sie sich ihre Zukunft vorstellt, erfahren wir im Interview.
Warum hast Du Dich beim STUDIENKOMPASS beworben?
Meine damalige Klassenlehrerin hat mich auf den STUDIENKOMPASS aufmerksam gemacht und daraufhin habe ich mich dann beworben. Ich habe mir damals erhofft, herauszufinden, welches Studium zu mir passt und wie ich es am besten organisieren kann.
Wie kam es zu Deiner Entscheidung für ein Studium?
Durch den STUDIENKOMPASS hatten wir Teilnehmer die Möglichkeit, mehr über unsere Interessen und Neigungen herauszufinden. Ursprünglich wollte ich Medienwissenschaften studieren, doch der STUDIENKOMPASS und meine persönliche Entwicklung haben dazu geführt, dass ich mich nun für Psychologie entschieden habe. Das Thema hat mich schon lange interessiert und durch die vielen Reisen, die ich beruflich unternehme, lerne ich sehr viele Menschen kennen. Mit der Zeit drängt sich dann die Frage auf, wieso manche Menschen so sind, wie sie sind und was dahinter steckt.
Was hat Dir die Teilnahme am STUDIENKOMPASS bisher gebracht? Was hast Du dadurch über Dich und Deinen Berufswunsch gelernt?
Allem voran habe ich tolle Kontakte knüpfen können. Gerade der Austausch mit Gleichaltrigen und den Vertrauenspersonen und Trainern trägt dazu bei, dass man seinen Blickwinkel auf seine Situation verändert. Außerdem habe ich in Workshops praktische Dinge dazugelernt, zum Beispiel: Wie finanziere ich mein Studium? Wie kann man im Ausland studieren?
Wie stellst Du Dir Deine berufliche Zukunft in 5, 10, 20 Jahren vor? Welche Berufsfelder interessieren Dich und warum?
Nach dem Studium würde ich erst einmal als Journalistin arbeiten. Das ist seit langem mein Traumberuf. Eine Alternative dazu wäre als Psychologin in die Wirtschaft zu gehen – in der Beratung oder im Marketing zum Beispiel. Und wer weiß, vielleicht entscheide ich mich etwas später doch noch dafür, therapeutisch zu arbeiten. Gerade Kinder- und Jugendpsychologie halte ich für ein sehr interessantes Feld.
Wirst Du auch während Deines Studiums weiter modeln?
Soweit das Lernpensum und die Zeit es zulassen, werde ich weitermachen. Der Job bringt mir sehr viel Spaß und Studiengebühren bezahlen sich ja auch nicht von allein :)

