
Unternehmerisch tätig werden, um soziale und ökologische Probleme zu lösen – diese Idee des Social Business von Friedensnobelpreisträger Prof. Muhammad Yunus gefiel auch STUDIENKOMPASS-Teilnehmern aus Frankfurt. Mit ihren eigenen Einfällen konnten sie beim Social Business Forum überzeugen.
Das Grameen Creative Lab, das Social Business aktiv fördern und bei der praktischen Umsetzung unterstützen möchte, hatte 150 Schülerinnen und Schüler nach Wiesbaden eingeladen. Sami Akinci, Kara Igumnow und Jassine Ouali, Frankfurter STUDIENKOMPASS-Teilnehmer des 2010er Jahrganges, wollten ihre Ideen zu diesem Thema gerne einbringen und waren bei der zweitägigen Tagung dabei. Unterstützt wurden sie dabei von der Accenture GmbH, die für die Teilnahmegebühren aufkam. Die Accenture Stiftung ist einer von drei Partnern, die den STUDIENKOMPASS 2007 ins Leben gerufen haben.
Nach einer kurzen Einführung zum Thema Social Business waren die Schülerinnen und Schüler aufgerufen, in Gruppen eigene Ideen zu entwickeln, mit denen sie ihre Zukunft aktiv gestalten und den Herausforderungen der nächsten Jahre begegnen können. Unterstützt wurden sie dabei von Studierenden, die halfen, konkrete Pläne zur Finanzierung und Vermarktung der Idee zu entwickeln. Die besten Gruppen durften am nächsten Tag ihre Ideen hochrangigen Vertretern aus Wirtschaft und Politik vorstellen. Darunter auch Prof. Muhammad Yunus, der die Schüler persönlich begrüßte.
STUDIENKOMPASS-Teilnehmer Sami Akinci hat uns von der Idee seiner Gruppe erzählt:
„In meiner Gruppe hatten wir die Idee, das Thema Integration mit einem Kochkurs anzugehen. Wir nannten die Idee "MeltingPot(t) -Cooking Cultures". Dabei sollen Menschen aus den verschiedensten Kulturkreisen durch das gemeinsame Kochen und Essen die jeweils andere Kultur kennenlernen. Wir möchten Bio-Bauern und Supermärkte dazu bewegen, die verschiedenen Zutaten kostenlos zur Verfügung zu stellen. Sie bekommen dafür die Möglichkeit, bei den Kochkursen für sich zu werben. Zur Finanzierung kann auch jeder Teilnehmer zusätzlich einen kleinen Geldbetrag spenden. Die „MeltingPot(t)“ Veranstaltungen könnten öffentlich, z.B. in großen Möbelhäusern stattfinden. So macht man noch mehr Menschen auf das Projekt aufmerksam. Ein Logo haben wir auch schon entwickelt: Einen Kochtopf mit Kochlöffeln und Fahnen verschiedener Länder. Es hat sehr viel Spaß gemacht, sich mit den anderen Jugendlichen ein Projekt zu überlegen und Ideen einzubringen. Vielleicht gibt es wirklich bald einmal eine Veranstaltung wie den „Melting-Pot(t)“, die dabei hilft, das Zusammenleben der Menschen zu verbessern!“
Mit der Idee haben Sami und seine Gruppe den zweiten Platz erreicht. Kara Igumnows Gruppe konnten sich den ersten Platz mit einem Recycling Projekt sichern. Jassine Ouali freute sich über den vierten Platz. Der STUDIENKOMPASS gratuliert hierzu ganz herzlich!
Mehr zur Social Business Initiative gibt es unter www.grameencreativelab.com.