Der Studienkompass ist ein dreijähriges kostenfreies Förderprogramm. Für eine Teilnahme können sich Schüler im drittletzten Jahrgang vor dem Abitur bewerben.
Dieses Programm
Das Programm kombiniert eine individuelle Unterstützung mit Gruppenaktivitäten in den Studienkompass-Regionen. Den Kern des Programms bilden vier Hauptveranstaltungen, bei denen eine individuelle Förderung und Beratung der Teilnehmer im Vordergrund steht. Die Veranstaltungen finden am Wochenende an den Studienkompass-Standorten statt, so dass die Teilnehmer am schulischen Unterricht wie gewohnt teilnehmen können. Die vier Hauptveranstaltungen werden in einem Abstand von sechs Monaten bis zu einem Jahr durchgeführt.
In den Hauptveranstaltungen fördern professionelle Trainer die Teilnehmer und
Zusätzlich engagieren sich alle Teilnehmer in regionalen Projekten und erhalten dadurch Einblicke in verschiedene Studienrichtungen und Berufsfelder sowie direkte Kontakte zu Studierenden und zu Unternehmen. Der beständige Austausch in der Regionalgruppe vor Ort trägt dazu bei, dass sich die jungen Menschen in einem Netzwerk aufgehoben fühlen, sich gegenseitig mit frischen Ideen weiterbringen und zu interessanten eigenen Aktivitäten oder Exkursionen anspornen.
Während der gesamten Förderzeit finden die Teilnehmer ihre persönlichen Ansprechpartner im Studienkompass-Team und vor Ort in den Regionen.
Studienkompass-Regionen
Link zu Programmbausteine
Der Studienkompass fördert die persönliche Entwicklung junger Menschen. Schüler, die Studierfähigkeit zeigen, werden ermutigt, ihre Potenziale optimal zu nutzen. Durch diese individuelle Förderung trägt der Studienkompass dazu bei, dass eine große Zahl gut ausgebildeter Hochschulabsolventen auch zukünftig die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands sichert. Das Programm wirkt damit der Tendenz entgegen, dass in Deutschland im internationalen Vergleich zu wenige Abiturienten ein Studium aufnehmen und die Absolventenzahlen aufgrund hoher Abbruchquoten zu niedrig sind.
Initiativpartner des Studienkompass sind die Accenture-Stiftung, die Deutsche Bank Stiftung und die Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw). Ziel der Initiativpartner ist es, den Studienkompass schrittweise in immer mehr Regionen anzubieten und das Programm damit einer wachsenden Anzahl junger Menschen zugänglich zu machen.
Der Auswahltest wurde von dem Institut für Test- und Begabungsforschung (ITB) speziell für dieses Bewerbungsverfahren entwickelt. Alle Schüler, die am Auswahltest teilnehmen, erhalten eine ausführliche individuelle Erläuterung zu den Ergebnissen.
Der Studienkompass-Auswahltest dauert zwei Stunden und wird in Schulen am Computer durchgeführt. Um die Studierneigung und die Fähigkeiten der Bewerber möglichst genau einschätzen zu können, besteht der Auswahltest aus zwei verschiedenen Teilen: aus einem Verfahren zur Messung der individuellen Lernfähigkeit und einem Fragebogen zur Selbsteinschätzung persönlicher Kompetenzen.
Im ersten Testabschnitt erhalten die Bewerber zwei Aufgabengruppen zum Zahlen- und Sprachverständnis. Lernfähigkeit ist hierbei gleichbedeutend mit der Fähigkeit, Informationen aufzunehmen und sinnvoll zu verarbeiten sowie sich an neue Situationen anzupassen. Die hierbei verwendeten Aufgaben entstammen einem wissenschaftlich anerkannten und bewährten Lernfähigkeitstest. Die Einschätzung des Sprach- und Zahlenverständnisses der Teilnehmer ist für die Bewertung der Studieneignung sehr wichtig, da diese Fähigkeiten auch im Studium von grundlegender Bedeutung sind und bereits erste Hinweise auf Begabungen für bestimmte Tätigkeitsbereiche geben.
Im zweiten Teil des Auswahltests erhalten die Bewerber einen Fragebogen. Hier werden Erfahrungen und bisherige Erlebnisse in Schule und Freizeit erfragt. Zudem gibt jeder Bewerber anhand einer Skala von „trifft überhaupt nicht zu“ bis „trifft vollständig zu“ eine Selbsteinschätzung zu bestimmten persönlichen Kompetenzen, die durch verschiedene Aussagen dargestellt werden. Der Fragebogen zielt auf die Bereiche Zielstrebigkeit & Durchhaltevermögen, Initiative & Engagement, Motivation, Reflexionsvermögen und –bereitschaft sowie soziale Kompetenz.
Da auch denjenigen, die nach Abschluss des Bewerbungsverfahrens nicht in das Programm aufgenommen werden können, von dem Studienkompass-Auswahltest profitieren sollen, erhalten alle Teilnehmer eine ausführliche Rückmeldung zu den getesteten Bereichen. Diese Rückmeldung enthält auch Anregungen, wie vorhandene Kompetenzen und Fähigkeiten noch weiter trainiert werden können. Jeder Testteilnehmer erhält damit gute Anregungen für die weitere berufliche Orientierung. Wenn ein Schüler nicht in das Programm aufgenommen werden kann, bedeutet dies nicht unbedingt, dass er nicht das Potenzial für ein Studium hat, sondern dass es andere Bewerber gibt, die mehr vom Studienkompass profitieren.