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„Etwas vom dem zurückgeben, das man bekommen hat“

Christina Kößmeier aus Paderborn, von 2010 bis 2013 beim STUDIENKOMPASS

Foto: privat

„Ich wollte gerne studieren, wusste aber nicht so genau was und war auf der Suche nach Unterstützung. Der Studienkompass klang nach einem coolen Programm, da habe ich mich beworben", erzählt Christina. Dass der Studienkompass auch nach dem Ende der Förderung immer noch eine große Rolle in ihrem Leben spielt, hätte sie damals wahrlich nicht gedacht.

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Über fünf Jahre ist es jetzt her, dass Christina beim ersten Studienkompass-Workshop auf der sogenannten Lebenslinie stand und sich gemeinsam mit einem Trainer in die Zukunft hinein gedacht hat. Abitur – Studium – erster Job- Familie... Wie wird das wohl später alles einmal aussehen? Viele Fragen schießen einem da durch den Kopf. An diese Situation erinnert sich Christina noch heute.

Im Laufe der Förderung wurden die Pläne konkreter. Christina schwebte ein Psychologiestudium vor und ihre Vertrauensperson half ihr, mit einem Doktoranden aus dieser Fachrichtung ins Gespräch zu kommen. Doch es ist gar nicht so einfach, einen Studienplatz in diesem beliebten Studienfach zu bekommen. Deshalb hat Christina beim Studienkompass auch gelernt, sich einen Plan B zu überlegen. Dieser hieß Medien- und Kommunikationswissenschaften. An der Universität Mannheim hat sie in diesem Fach im letzten Jahr den Bachelor - und damit auch einen weiteren Schritt auf der Lebenslinie - sehr erfolgreich abgeschlossen. Bereut hat sie diese Entscheidung nicht. Mittlerweile macht sie ihren Master in „Communication and Cultural Management" an der Zeppelin Universität Friedrichshafen.

Als sich die Möglichkeit ergab, nach dem Ende ihrer Förderung ehrenamtliche Vertrauensperson zu werden, hat Christina nicht lange überlegt. „Ich hatte so eine schöne Zeit im Studienkompass und habe so viel gelernt. Das wollte ich nicht missen.", sagt sie. „Es war mir wichtig, etwas zurückzugeben."

Alumna Christina bei ihrer Verabschiedung

Christina sieht es als großen Vorteil an, dass sie nur einige Jahre älter ist als die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihrer Mannheimer Regionalgruppe. „Ich konnte mich noch sehr gut erinnern, wie das bei mir war und weiß genau, welche Fragen die Stipendiaten sich stellen." Besonders spannend sei es gewesen, die Wünsche und Ideen der Jugendlichen zu verfolgen und mitzuhelfen, passende Wege zu finden. Im letzten Jahr haben viele aus der Gruppe den Schritt an die Hochschule gewagt. Christina konnte ihnen dabei viele Tipps geben und Ängste nehmen. Schließlich war sie vor nicht allzu langer Zeit genau in derselben Situation.

Doch die Arbeit als Vertrauensperson ist nur die eine Seite. Christina ist auch gleich nach der Verabschiedung aus dem Studienkompass in den Alumniverein ASk e.V. eingetreten und ist dort mittlerweile für den Bereich Kommunikation zuständig und koordiniert die Absprachen zwischen dem Alumniverein und der Studienkompass-Geschäftsstelle.

Für Christina kann der Alumniverein vor allem zwei Sachen leisten: Zum einen ist er ein tolles Netzwerk, um auch nach der Förderung in Kontakt zu bleiben. Die Mitglieder können sich gegenseitig helfen und auch den nächsten Schritt gemeinsam gehen: dem Einstieg ins Berufsleben. Zum anderen können die Alumni natürlich auch die nachfolgenden Studienkompass-Generationen unterstützen – mit ihren Erfahrungen und ihrem Wissen. So sind sie häufig bei Workshops und Veranstaltungen dabei, stellen ihre Studienfächer vor oder geben Tipps für die erste Zeit an der Hochschule. Gemeinsam mit anderen Alumni hat Christina dafür zudem auch einen Blog gestartet, in dem sie regelmäßig über das Uni-Leben und verschiedene Studiengänge berichten. Sie hoffen damit, jüngeren Studienkompass-Geförderten ein möglichst breites Bild von der Hochschulwelt aus ganz persönlicher Sicht zu geben.

In den nächsten Jahren haben Christina und der Alumniverein noch viel vor- und jedes Jahr steigt die Mitgliederzahl deutlich, sodass sie immer mehr gemeinsam auf die Beine stellen können. Aber nicht nur deshalb wünscht sich Christina vor allem eins: dass der Studienkompass noch möglichst lange weitergehen solle. Denn es wäre großartig, wenn noch viele weitere junge Menschen von dieser tollen Unterstützung profitieren könnten.