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"Die Frage was man werden will, stresst einen immer!"

Alev aus Berlin - seit 2014 beim STUDIENKOMPASS

Foto: Mascha Lohe

„Wer nicht fragt, bleibt dumm!“ – das lernen Kinder schon in der Sesamstraße. Alev ist klug, denn sie fragt viel. Damit ist sie beim Studienkompass genau richtig!

Die 17-jährige Berlinerin hätte sich fast gar nicht für das Programm beworben und hatte Bedenken, dass die Bewerbung zu aufwändig sein könnte. Aber dann ging das doch ganz schnell und sie hat ihre Unterlagen gerade noch rechtzeitig einreichen können.

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Die Frage „Was willst du mal werden?“ begegnet Alev oft. Und ganz ehrlich sagt sie: „Das stresst!“ Neben den Vorbereitungen für das Abitur und all den Problemen, die das Erwachsenwerden nun mal so mit sich bringt, jetzt auch noch ständig über die eigene Zukunft nachdenken?

Alev kann sich viel vorstellen für ihre Zeit nach der Schule: Psychologie, was mit Sprachen, Ernährungswissenschaft oder doch Schauspielerei? Sie ist neugierig auf Menschen und möchte mit ihnen arbeiten und sich austauschen.

Nach einem Jahr im Studienkompass ist Alev froh, ihre Bewerbung abgeschickt zu haben. Denn es gefällt ihr vor allem, dass sie sich zusammen mit anderen Gedanken über die Zukunft machen kann. Gemeinsam mit ihrer Berliner Regionalgruppe kann sie jetzt erkunden, welche Möglichkeiten es gibt. Der Austausch untereinander und auch die gegenseitige Motivation sind da besonders wichtig.

Alev nutzt jede Gelegenheit, um mehr Einblicke zu erhalten. Auf dem Workshop Studiennavigator kam sie mit einem Anglistik-Professor der Humboldt-Universität ins Gespräch und ist mit ihm im Kontakt geblieben. In den letzten Herbstferien hat sie dann während eines Praktikums hautnah erlebt, was den universitären Alltag aus Professorensicht ausmacht.

Ihrem Interesse an künstlerischen Berufen konnte Alev im letzten Jahr beim opernKompass in Frankfurt nachgehen. Gemeinsam mit der Deutsche Bank Stiftung ermöglicht der Studienkompass seinen Geförderten ein Wochenende in einem großen deutschen Opernhaus. Neben dem Besuch einer Aufführung stehen auch ein Theaterworkshop und viele Gespräche z.B. mit Vertretern aus dem Schauspiel, Musik, Regie oder Kostümbild an. So viele unterschiedliche Menschen und ihre Berufe in kürzester Zeit kennenlernen – für Alev genau das Richtige!

Das gefällt ihr auch an ihren ehrenamtlichen Vertrauenspersonen. Ihre Werdegänge sind ganz verschieden – mal ganz gerade, mal mit Umwegen. Gespräche mit ihnen darüber haben Alev auch beruhigt. Die Antwort auf „Was willst du werden?“ steckt nicht immer in einem Satz und kann sich auch im weiteren Leben nochmal ändern.

Auch nach einem Jahr in der Förderung sind ihre Interessen immer noch vielfältig, einige Vorstellungen sind konkreter geworden, andere Ideen hat sie verworfen. Aber Alev macht sich keinen Stress – das Passende wird sich herausstellen. Dass der Studienkompass und sein Angebot so vielfältig sind wie ihre Interessen, ist da nur von Vorteil.

Als nächste Etappe steht für Alev jetzt erst mal das Abitur an und dann plant sie, noch einmal etwas ganz anderes zu machen. Ein Jahr Australien oder USA – herumreisen, andere Länder entdecken und natürlich auch hier mit vielen unterschiedlichen Menschen ins Gespräch kommen. Und wenn sie dann zurück in Deutschland ist und sich für einen Studiengang entscheiden muss, weiß Alev genau, dass sie diese Entscheidung dann wohlüberlegt und mit Hilfe des Studienkompass treffen kann.