Druckversion Community Kontakt
Menü

„Wir können Türen aufstoßen und neue Wege zeigen“

Stephanie Horch aus Freiburg, seit 2010 Vertrauensperson beim STUDIENKOMPASS

Foto: Juliane Berger

Als Stephanie in ihrer Stipendiatengruppe der Stiftung der Deutschen Wirtschaft zum ersten Mal vom Studienkompass hörte, sprach sie diese Möglichkeit des Engagements gleich an. Gerade war sie für ihr Lehramtsstudium nach München gezogen und suchte ein neues Ehrenamt. Schon zu Schulzeiten hatte sie sich in der Kinder- und Jugendarbeit engagiert, der Studienkompass schien da perfekt zu passen.

Portrait ansehen

Dabei zeigte Stephanies persönlicher Kompass schon früh - genau genommen seit der ersten Klasse - nur in eine Richtung: Stephanie wollte schon damals unbedingt Lehrerin werden. Nach dem Englisch- und Spanisch-Studium für das Lehramt an Gymnasien in München promoviert sie in Englischer Philologie und ist Mitarbeiterin an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Seit ihrem ersten Aufeinandertreffen mit dem Studienkompass sind mittlerweile mehr als fünf Jahre vergangen. Nach ihrem Engagement als Vertrauensperson in München betreut Stephanie seit 2014 die Regionalgruppe Freiburg. Dabei versucht sie den Geförderten vor allem eines zu vermitteln: Nutzt eure Talente und traut euch etwas zu! Am Studienkompass gefällt Stephanie deshalb besonders gut, dass er Jugendlichen hilft, ihre Potenziale zu entdecken. Sie versucht sie dabei zu unterstützen, sich von äußeren Einflüssen und Erwartungen anderer frei zu machen und den eigenen Weg zu gehen. Wenn sich die Geförderten etwas nicht zutrauen, möchte Stephanie ihnen Mut machen, gibt Tipps und stößt auch mal die eine oder andere Tür auf.

Oft scheinen Probleme viel größer als sie sind. Ein gemeinsamer Besuch der Hochschule kann manchmal schon Ängste abbauen. „Am Ende sagte ein Teilnehmer, das ist ja eigentlich wie Schule - nur größer“, erzählt Stephanie.  Solche Erlebnisse zeigen ihr, dass man oft auch mit wenig Aufwand schon sehr viel weiter kommt. Wichtig ist ihr dabei, dass auch das gemeinsame Lachen und der Spaß nicht zu kurz kommen. Die Jugendlichen würden sich mit dem Abitur und der Studienorientierung sowieso schon sehr viel Stress machen. Da bräuchte man auch mal eine Pause von all der Zukunftsplanung.

Jungen Menschen neue Wege zeigen und ihnen helfen, ihre Talente zu entfalten, das ist auch genau das, was Stephanie an der Arbeit als Vertrauensperson am besten gefällt. Gemeinsam mit zwei weiteren Ehrenamtlichen stellt sie dafür einiges auf die Beine und lernt auch selbst Neues dazu, z.B. die Herausforderungen der Teamarbeit mit den anderen Vertrauenspersonen zu meistern, aber auch den Umgang mit den Sorgen und Nöten der Jugendlichen, mit denen sie vorher nicht in Berührung gekommen war.

Nicht immer läuft alles rund, manchmal sind die Geförderten auch frustriert, weil sie nicht weiterkommen oder mit dem Kopf gerade ganz woanders als beim Studienkompass sind. Aber wenn man die Entwicklung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den drei Jahren mitverfolgt, Möglichkeiten aufzeigt und den einen oder anderen Weg ebenen kann, dann macht das Ehrenamt als Vertrauensperson nicht nur Spaß, sondern auch noch ganz viel Sinn.

Zu ihren Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus München hält Stephanie immer noch Kontakt. Und dabei ist sie auch ein bisschen stolz, dass sie sich alle so gut entwickelt haben. Die ersten haben gerade ihren Bachelor abgeschlossen und alle haben einen Weg für sich gefunden. Wenn ihre Freiburger Gruppe 2017 aus dem Programm verabschiedet wird, kann sich Stephanie sicher sein, dass sich ihr Engagement wieder gelohnt haben wird und sie den Weg der jungen Menschen positiv beeinflussen konnte – mit wertvollen Tipps oder auch nur durch die Vermittlung der Gewissheit, dass sich die Studienkompass-Teilnehmerinnen und Teilnehmer immer vertrauensvoll an sie wenden können. 

Weitere Informationen über die ehrenamtliche Mitarbeit beim Studienkompass