Druckversion Community Kontakt
Menü

Häufig gestellte Fragen zu unserem Förderprogramm

Was bietet mir der STUDIENKOMPASS?

Wie bieten jungen Menschen professionelle Unterstützung bei einer der wichtigsten Entscheidungen im Leben: der Wahl des beruflichen Werdegangs nach dem Abitur.

Genauer: In verschiedenen Workshops erfahren die Teilnehmer mehr über sich und ihre Fähigkeiten. Sie überlegen unter professioneller Anleitung welches ihre Stärken sind und wo ihre Interessen liegen. Im Verlauf der Förderung bekommen sie so eine konkrete Vorstellung davon, was sie später gerne arbeiten möchten und wie ihr Weg über das richtige Studium zu diesem Ziel führt.

Warum nimmt der STUDIENKOMPASS nur Schülerinnen und Schüler auf, deren Eltern nicht studiert haben?

Laut unterschiedlicher Studien nehmen Kinder, deren Eltern nicht studiert haben, viel seltener ein Studium auf als ihre Altersgenossen – selbst wenn sie das Potenzial dafür mitbringen. Aus diesem Grund fördert der Studienkompass gezielt solche Schülerinnen und Schüler. Nur in Ausnahmefällen werden Jugendliche ins Programm aufgenommen, deren Eltern ein Studium absolviert haben. Diese Ausnahmefälle können beispielsweise sein:

  • ein Migrationshintergrund, der es den Teilnehmern und/ oder deren Familien erschwert, sich im deutschen (Hoch)Schulsystem zurechtzufinden.
  • Schüler, deren Familien sich in einer persönlichen oder sozialen Situation befinden, die die Aufnahme eines Studiums erschweren. 
Inwiefern spielt ein Migrationshintergrund bei meiner Bewerbung eine Rolle?

Der Migrationshintergrund der Eltern kann eine Rolle spielen. Beispielsweise, wenn beide Eltern im Ausland studiert haben, ihr Abschluss aber in Deutschland nicht anerkannt wird und/ oder sie das deutsche Bildungssystem nicht kennen.

Wie funktioniert der Auswahltest?

Der Studienkompass-Auswahltest wurde vom Institut für Test- und Begabungsforschung (ITB) speziell für dieses Bewerbungsverfahren entwickelt. Der Test dauert ca. zwei Stunden und wird an den Studienkompass-Standorten durchgeführt. Er besteht aus zwei verschiedenen Teilen: einem Verfahren zur Einschätzung der individuellen Lernfähigkeit und einem Fragebogen zur Selbsteinschätzung persönlicher Kompetenzen und zum Orientierungsbedarf.

Im ersten Teil erhalten die Bewerberinnen und Bewerber zwei Aufgabengruppen zum Zahlen- und Sprachverständnis. Dieser Testabschnitt zur Lernfähigkeit zielt darauf ab einzuschätzen, ob grundsätzlich eine Studieneignung vorliegt.

Im zweiten Teil erhalten die Bewerber einen Fragebogen. Hier werden Erfahrungen und der Bedarf an Unterstützung bei der Studien- und Berufsorientierung erfragt. Der Fragebogen zielt auf die Einschätzung der Bereiche Zielstrebigkeit & Durchhaltevermögen, Initiative & Engagement, Motivation, Reflexionsvermögen und –bereitschaft, soziale Kompetenz und Förderbedarf.

Warum brauche ich den STUDIENKOMPASS schon zwei Jahre vor dem Abi?

Eine fundierte Studien- und Berufsentscheidung trifft man nicht von heute auf morgen. Wer seine Möglichkeiten und Interessen genau reflektieren möchte, braucht zwischen den Orientierungsveranstaltungen ausreichend Zeit, um die neuen Informationen zu überdenken. Ideal ist es, wenn nach einer bestimmten Phase der eigenen Reflexion bei der nächsten Veranstaltung darauf aufgebaut werden kann. So kommen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stückweise zu einem wohlüberlegten Ergebnis – auch mit dem Spielraum, rechts und links vom Weg liegende Alternativen auszuprobieren.

Habe ich vor dem Abi überhaupt Zeit für den STUDIENKOMPASS oder sollte ich die Zeit nicht besser nutzen, um zu lernen?

Auch die Mitschülerinnen und Mitschüler der Studienkompass-Geförderten müssen sich vor ihrem Abschluss Gedanken über ihre Zukunft machen. Der Studienkompass bietet gebündelte Informationen zur Studien- und Berufsorientierung und leitet seine Teilnehmer gezielt von einem Schritt zum nächsten. Dadurch kommen sie mit dem Studienkompass schneller und effizienter zu einem Ergebnis, als wenn sie sich die Informationen selber zusammensuchen müssen. 

Wie zeitintensiv ist die Teilnahme am STUDIENKOMPASS?

Das Programm ist so konzipiert, dass schulische Veranstaltungen davon nicht beeinträchtig werden. Viele Aktivitäten finden am Wochenende oder nach der Schulzeit statt. Allerdings sollten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich bewusst sein, dass die Teilnahme am Programm eine besondere Chance ist. Daher sollten die Teilnehmenden Engagement und Motivation mitbringen und aus eigenem Antrieb Zeit investieren, um den Austausch in der Gruppe zu fördern und eigenständig kleinere Projekte und Exkursionen vor Ort mitzugestalten. 

Was ist, wenn ich während des Programms merke, dass ich doch nicht studieren möchte?

Sollte ein Teilnehmer erst nach Beginn des Programms merken, dass er auf gar keinen Fall mehr studieren will, steht es ihm natürlich frei, das Programm zu beenden. Jeder Bewerber sollte sich aber bewusst sein, dass es mehr Bewerber als Plätze gibt und dass, sobald er einen Platz erhält, jemand anderes dafür nicht mitmachen kann. Vor diesem Hintergrund sollte ein Abbruch des Programms nur in Ausnahmefällen erfolgen. Außerdem: Eine Phase des Zweifels ist während der drei Programmjahre gar nicht unüblich. Dies gehört einfach dazu und der Studienkompass richtet sich ja gerade auch an diejenigen, die noch nicht wissen, was und ob sie studieren wollen. Gleichzeitig denken wir, dass eine wohl überlegte Entscheidung, die individuell passt, eine gute Wahl darstellt, und dass auch eine berufliche Ausbildung einen guten Ausgangspunkt für einen erfolgreichen beruflichen Werdegang bietet.

Was ist, wenn ich nach dem Abi erst mal ein soziales Jahr oder einen Freiwilligendienst machen möchte?

Dann suchen wir gemeinsam nach der besten Lösung für die individuelle Situation. Teilnehmer können z. B. nach dem Abitur ein Jahr aussetzen und im darauf folgenden Jahrgang das dritte Studienkompass-Förderjahr mitmachen.

Kostet die Teilnahme am STUDIENKOMPASS Geld?

Die Teilnahme am Programm ist unentgeltlich. Auch anfallende Kosten für Materialien und Fahrtkosten werden von den Programminitiatoren getragen. 

Muss ich für den STUDIENKOMPASS Hausaufgaben machen?

Hausaufgaben oder Tests im schulischen Sinn sind im Programm nicht vorgesehen. Grundsätzlich sollten die Teilnehmer aber schon Lust haben, sich auch außerhalb der Studienkompass-Veranstaltungen mit dem Thema „Was wo studieren?“ auseinanderzusetzen und die Erkenntnisse aus den Seminaren für sich in Ruhe überdenken.

Kann ich mich ein Jahr später noch mal bewerben, wenn ich im ersten Jahr nicht in die engere Auswahl gekommen bin?

Das geht leider nicht. Zum einen aus organisatorischen Gründen, weil jeder Teilnehmer sich zu Beginn des Programms zwei Jahre vor dem Abitur befinden muss, damit die Veranstaltungen genau zur aktuellen Lebenssituation passen. Zum anderen, weil es bei dem Auswahltest ja nicht um einen Test geht, bei dem man bestehen oder durchfallen kann. Die Kriterien der Auswahl sind so definiert, dass man nicht bei einem weiteren Versuch einfach bestehen kann, weil man „mehr gelernt hat“ und dadurch besser abschneidet. Bewerberinnen und Bewerber, die bei ihrem ersten Versuch nicht mehr aufgenommen werden konnten, erhalten einen Platz auf der Warteliste. Von dort rücken sie bis zu einem Jahr nach der Bewerbung automatisch auf, wenn ein Teilnehmer abspringen sollte. 

Müssen meine Eltern/ Erziehungsberechtigten irgendetwas machen?

Grundsätzlich müssen die Eltern der Schüler, die zum Zeitpunkt der Bewerbung noch nicht volljährig sind, eine Einverständniserklärung für die Teilnahme am Programm ausfüllen. Ohne diese ist eine Aufnahme in den Studienkompass ausgeschlossen.

Aber auch darüber hinaus gilt: Wer beim Studienkompass mitmachen möchte, sollte natürlich auch mit seinen Eltern darüber sprechen. Schön ist es, wenn die Eltern das Programm ebenso spannend finden wie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und ihre Kinder dabei unterstützen. Eltern können sich von dem Vorteil, den ihr Kind durch eine Teilnahme am Programm hat, auf der Studienkompass-Internetseite unter dem Punkt Informationen für die Eltern überzeugen oder sich mit den Studienkompass-Mitarbeitern in Verbindung setzen.

Mehr Informationen für Eltern zum Förderprogramm.

Die Studienkompass-Angebote für Eltern.