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„Was brauche ich, um ein Unternehmen zu gründen?“

Studienkompass-Geförderte beschäftigten sich beim Workshop in Stuttgart mit dem Thema Gründung.

Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr konnte der Studienkompass vom 30. Mai bis zum 02. Juni 2019 erneut die Entrepreneurship Education Academy gründungsKompass in Stuttgart anbieten. Ermöglicht wurde der Workshop wieder durch die Karl Schlecht Stiftung. Im Rahmen der viertägigen Academy setzten sich die Teilnehmenden theoretisch und praktisch mit den Themen Entrepreneurship und Leadership sowie unternehmerischer Verantwortung auseinander. Der Fokus lag auf der spielerischen Entwicklung von eigenen Geschäftsideen und auf dem persönlichen Austausch mit Personen aus der Gründungsszene. Wie immer beim Studienkompass ging es auch beim gründungsKompass um die Überlegung, wie der individuell passende Weg in die eigene Zukunft aussehen kann. Damit ergänzt der Workshop die Förderung des Studienkompass um eine unternehmerische Perspektive.

Ein Erfahrungsbericht von Studienkompass-Teilnehmerin Chiara Rangone:

Entrepreneurship, Leadership und eine tolle Gruppendynamik!

Du kannst damit nichts anfangen? Die meisten von uns konnten das wahrscheinlich auch nicht, als sie am Donnerstag mehr oder weniger verschwitzt an der Jugendherberge in Stuttgart ankamen. Doch das sollten wir alles an diesem Wochenende kennenlernen. Nein, nicht nur kennenlernen, sondern auch an uns selbst erfahren.

25 Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland begleitet von drei wunderbaren Frauen: Tine, Iza und Mayte. Wir, Stipendiatinnen und Stipendiaten des Studienkompass der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw), hatten die einzigartige Möglichkeit, an der Entrepreneurship Education Academy gründungsKompass teilzunehmen. Dieser viertägige Workshop wurde durch die Karl Schlecht Stiftung unterstützt.

Der erste Nachmittag wurde mit Kennenlern-Spielen und Denkanstößen verbracht. „Wieso sind wir eigentlich hier und was erwartet uns?“ Und jeder merkte schon hier, jede Person ist anders, aber wir wollen alle Initiative ergreifen. Wir wollen alle etwas verändern und verbessern. Doch was sollte sich nun verbessern? Am nächsten Morgen im Social Impact Lab Stuttgart sollte sich erstmals zeigen, wie viele Probleme es überhaupt gibt, die eine Lösung benötigen. Von der Politik über den Klimawandel bis hin zu persönlichen Problemen war alles dabei. Ein ganz schöner Berg, den wir da vor uns hatten.

Daraufhin lernten wir echte Gründerinnen und Gründer kennen, die selbst eine Lösung zu einem Problem gefunden haben und den großen Schritt gewagt haben, ein Unternehmen zu gründen. Wir nutzten diese Chance natürlich aus und quetschten sie über Erfolge, Misserfolge und ihr eigenes Unternehmen aus.

Jetzt stellten sich die Fragen: Was ist unternehmerische Kompetenz eigentlich? Und was brauche ich, um ein Unternehmen zu gründen? Wir bekamen Antworten auf unsere Fragen, und zwar von Leif Brändle in einem sehr interessanten Vortrag mit viel Input. Es ist wichtig zu wissen, was man selbst hat, aber vor allem, was bzw. wen man braucht. Bin ich ein kreativer Mensch und brauche jemanden, der mich zurück auf den Boden der Tatsachen holt oder brauche ich jemanden, der gut mit Zahlen umgehen kann, weil ich in Mathe eine komplette Niete bin? Aber wir merkten, es gibt für jede Person ein passendes Gegenstück.

Wir bildeten heterogene Teams. Komplett durcheinandergewürfelt und doch passten die Teams perfekt zusammen. „Zuhören ist das aktive Suchen“, lernten wir an diesem Abend, als wir zusammen als Team unsere erste Herausforderung meisterten.

Am nächsten Tag war es soweit: fünf Teams, fünf Probleme und fünf Lösungen. Der Design Thinking Prozess hielt uns den ganzen Tag auf Trab, um die perfekte Lösung zu unserem ausgewählten Problem zu finden. Insgesamt arbeiteten wir zehn Stunden an unserer Idee und es entstanden innovative, ausgereifte und einzigartige Prototypen. Wir lernten Entrepreneurship kennen und konnten am Ende des Tages stolz auf unsere Arbeit zurückblicken.

Wir ließen den Abend bei einem gemeinsamen Eis und einer wunderbaren Sicht auf Stuttgart ausklingen.

Aber auch der letzte Tag gab uns nochmal viel Input, denn wir lernten Leadership kennen und erstellten unsere eigene Lebenslinie. Wo stehe ich in zehn Jahren? Was möchte ich in der Welt verändern? Was motiviert mich?

Wer werde ich sein?

Dieses Wochenende war eine Riesenerfahrung mit wahnsinnig tollen Leuten, die ich so schnell nicht vergessen werde. Jeder Mensch ist einzigartig und als Team ist man unschlagbar, egal wie unterschiedlich wir alle sind. Danke an alle, die dieses Wochenende überhaupt erst möglich gemacht haben!