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19 Studienkompass-Teilnehmende haben sich in Heilbronn getroffen, um einen Eindruck davon zu bekommen, wie realitätsnah Mathematik angewendet werden kann.

Nach dem großen Zuspruch zur Premiere im vergangenen Jahr war es völlig klar, dass es auch 2019 einen matheKompass-Workshop geben wird. Anfang November war es wieder soweit: 19 Studienkompass-Teilnehmende haben sich in Heilbronn getroffen, um einen Eindruck davon zu bekommen, wie realitätsnah Mathematik angewendet werden kann. Ziel des dreitägigen Workshops war es, die Vielfalt der mathematischen Anwendungsgebiete kennenzulernen und diese mit der eigenen Studien- und Berufswahl in Verbindung zu setzen. Unterstützt wurde der matheKompass erneut von der aim – Akademie für Innovative Bildung und Management Heilbronn-Franken.

Ein Erfahrungsbericht von matheKompmass-Teilnehmerin Tamara Müller:

In welchem Beruf braucht man eigentlich keine Mathematik? Über diese Frage mussten die 19 Jugendlichen aus ganz Deutschland, die vom 9. bis zum 11. November am matheKompass an der aim – Akademie für Innovative Bildung und Management Heilbronn-Franken teilnehmen durften, ziemlich lange nachdenken. Tatsächlich gibt es nur sehr wenige Berufe, in denen Mathe fast überhaupt keine Rolle spielt. Deshalb haben wir uns am Wochenende damit beschäftigt, unsere Zukunft mit Mathe näher kennenzulernen. Dabei begleiteten uns Katrin als Design Thinking Coachin und Dr. Michael Hilden, der, neben seiner Arbeit bei Bosch, Hochschulmathekurse an der aim gibt.

Katrin machte uns nach einigen Kennenlernspielen gleich am Freitagabend mit einer Methode zur Problemlösung – dem Konzept „Design Thinking“ – bekannt, mit dem wir das Wochenende über arbeiteten und das uns helfen sollte, unseren persönlichen Weg mit Mathe so klar wie möglich auszuarbeiten. Für die Suche nach unserer individuellen Zukunft gestalteten wir über die drei Tage eine Mathe-Map – ein großes Plakat, auf dem wir uns kreativ ausleben konnten und unseren Weg mit Mathe im Berufsleben visualisierten.

Am Samstag beschäftigten wir uns am Vormittag mit grundlegenden Fragen, die uns bei der Gestaltung unserer Mathe-Map und damit auch unserer Zukunft weiterhelfen sollten. Dabei schrieben wir unsere Gedanken zu Fragen wie: „Wo lässt sich Mathe in unserem Alltag wiederfinden?”, „In welchen Berufsfeldern braucht man Mathe?” und „Wie wird Mathe für die Zukunft angewendet werden?” auf.

Danach gab uns Dr. Michael Hilden einen Einblick in seine berufliche Laufbahn und seine Tätigkeit bei Bosch. Außerdem erklärte er uns die Unterschiede zwischen der grundlegenden Mathematik, die in den gymnasialen Oberstufen unterrichtet wird und der, die in Universitäten und Hochschulen gelehrt wird. Zudem führten viele mit seiner Hilfe ihren ersten mathematischen Beweis durch – ganz nebenbei lernten wir dadurch auch die „Gaußsche Summenformel“ kennen.

Am Nachmittag wurden zudem noch acht Expert/innen eingeladen, die einen sehr breiten Berufsbereich abdeckten: Wir hatten die Möglichkeit, mit einem BWLer, einem Biologen, einem Bauingenieur, einem Architekten, einem Astrophysiker/Physiker, einem Hygienetechniker und einer Psychologin zu sprechen.

Diese Expert/innen-Interviews waren ein Highlight, da man durch die Berichte und die Erfahrung der Expert/innen einen viel genaueren Einblick in den jeweiligen Beruf gewann und man durch ihr Wissen auch Neues bezüglich Studium, Karriere und Ausland lernen konnte.

Im Anschluss durften wir die vielen neuen Erkenntnisse und Anregungen in unsere Mathe-Map einarbeiten. Der Samstag klang offiziell mit einem abstrakten Theater zum Thema „Gehirn“ in der Experimenta, dem Science Center in Heilbronn, aus. Das Stück handelte von dem Aufbau und den verschiedenen „Regionen“ des Gehirns – auch das Zusammenspiel von Unterbewusstsein und äußeren Einflüssen wurde eindrucksvoll dargestellt. Natürlich endeten die Abende nach dem offiziellen Programm nicht: Im Gemeinschaftsraum der Jugendherberge haben wir zusammen Werwolf, Tischtennis und Tischkicker gespielt und uns so auch gegenseitig viel besser kennengelernt.

Am Sonntag haben wir nochmals unsere ganzen neuen Erkenntnisse Revue passieren lassen und schließlich vor der ganzen Gruppe unsere inzwischen (fast) fertigen Mathe-Maps vorgestellt und uns konkrete Schritte überlegt, wie wir unsere Berufsziele am besten erreichen können. Insgesamt hat das Wochenende jede/n hinsichtlich der Berufsfindung weitergebracht.

Wir hatten während dieser drei Tage sehr viel Spaß und auch als Gruppe haben wir toll zusammengearbeitet. Dieses Wochenende wird auf jeden Fall in Erinnerung bleiben!