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Die Ziele des STUDIENKOMPASS
Mehr Jugendliche aus nichtakademischen Familien an die Hochschule

Mit der Gründung des Studienkompass haben die Initiativpartner Accenture-Stiftung, Deutsche Bank Stiftung und Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) sich zum Ziel gesetzt, junge Menschen aus Familien ohne akademische Erfahrung dabei zu unterstützen, ihre Potenziale zu entdecken und nach dem Abitur einen individuell passenden Bildungsweg zu finden. 

Denn noch immer bestimmt in Deutschland die Herkunft über den Bildungsweg. Kinder, deren Eltern nicht studiert haben, finden deutlich seltener den Weg an die Hochschule. Laut des Nationalen Bildungsberichts 2018 im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung entscheiden sich 79 % der Akademikerkinder für ein Studium, während nur 24 % der Kinder aus Familien ohne akademischen Hintergrund ein Studium beginnen. Mit der frühzeitigen, gezielten und mehrjährigen Förderung im Studienkompass möchte das Programm diese Jugendlichen ermutigen, einen ihren Begabungen entsprechenden Bildungsweg selbständig zu gestalten und eine zukunftsorientierte Berufsentscheidung zu treffen.

Kluge Köpfe fördern, Fachkräfte sichern

Für den Studienkompass geht es dabei um beides: um die persönliche Entwicklung des Einzelnen einerseits und um die Wettbewerbsfähigkeit dieses Landes andererseits. Denn: Im internationalen Vergleich nehmen hierzulande zu wenig Abiturient*innen ein Studium auf. Bei den Absolvierendenzahlen liegt Deutschland aufgrund der hohen Abbruchquote noch weiter zurück. Schon heute klagen Unternehmen über einen Mangel an geeigneten Nachwuchskräften. Dabei braucht dieses Land vor allem deutlich mehr qualifizierte Hochschulabsolvent*innen, die Deutschland mit Weitblick, globalem Verantwortungsbewusstsein und Innovationskraft in die Zukunft führen.

Schulische Studien- und Berufsorientierung verstärken

Über das Förderprogramm hinaus setzen sich die Partner des Studienkompass für eine allgemein verbesserte Studien- und Berufsorientierung an Schulen ein. Notwendig für diese Zielerreichung sind vor allem eine bessere Ausstattung von Schulen und gute Angebote in der Aus- und Weiterbildung von Lehrerkräften im Bereich der Studien- und Berufsorientierung. Nur mit dem entsprechenden Fach- und Methodenwissen können Lehrkräfte ihre Schüler*innen bestmöglich beim Übergang von der Schule in ein Studium oder eine Ausbildung unterstützen. Darüber hinaus ist es wichtig, Jugendliche schon während der Schulzeit über die verschiedenen Möglichkeiten nach dem Abitur und Finanzierungsfragen zu informieren. Mit verschiedenen Transferprojekten unterstützt der Studienkompass diese Entwicklung und bietet u. a. Fortbildungen für Lehrkräfte an.